Das Glossar

Glossar Stand 9.1. (= in Ausgabe 9 abgedruckt).
Wörter mit einem „●“ verweisen auf andere Wörter, welche im Glossar aufgeführt sind.
Das Glossar lebt von eurer Mithilfe und wird fortlaufend ergänzt. Wenn ihr unzutreffende oder problematische Glossarpunkte entdeckt, freuen wir uns sowohl über Hinweise, als auch Gegenvorschläge. <3

§ 175 – Der §175 existierte im Deutschen Reich, der Weimarer Republik und der Bundesrepublik Deutschland bis 1994. Inhalt war unter anderem die Bestrafung sexueller Handlungen unter Personen männlichen Geschlechts.

§ 218 – Der § 218 bezeichnet den deutschen „Abtreibungsparagraphen“. Demnach ist ein Schwangerschaftsabbruch generell in Deutschland nicht legal. Frauen*, ●Inter*personen, ●Trans*menschen und ●Queers, die abtreiben wollen werden zu Beratungsgesprächen und Bedenkfristen gezwungen, was die psychische Belastung der Betroffenen um ein vielfaches erhöhen kann.

Ablebodied – Menschen, die weder eine körperliche oder geistige Behinderung, noch eine (chronische) Krankheit haben.

AIDS-Hilfe – AIDS-Hilfen sind Organisationen, welche nach dem Auftreten der ersten AIDS-Fälle 1981 gegründet wurden (Die erste AIDS-Hilfe in Berlin). Hauptaugenmerk der Arbeit von AIDS-Hilfen liegt auf der öffentlichen Aufklärung über HIV/AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen. Außerdem werden Personen mit HIV/AIDS unterstützt und beraten.

Allosexuell – Ein Sammelbegriff für alle nicht-asexuellen Orientierungen

Amatonormativität – Die Annahme, dass exklusive romantische Paarbeziehungen ein universelles Ziel aller Menschen ist. Diese Art der zwischenmenschlichen Beziehung wird als anderen Beziehungsformen überlegen angesehen und dargestellt.

Androphilie – Androphilie bedeutet, sich von Menschen angezogen zu fühlen, die sich als männlich bzw. im männlichen Spektrum definieren

Aromantik – Aromantik ist eine romantische Orientierung, die kein Verspüren romantischer Anziehung gegenüber anderen Individuen bezeichnet. Die emotionalen Bedürfnisse aromantischer Personen können auf platonische Weise befriedigt werden. Amouröse Intentionen sind Aromantiker_innen fremd, weshalb aus einer aromantischen Orientierung oftmals auch kein Wunsch zum Initiieren romantischer Partner_innenschaften resultiert – dennoch können sich auch aromantische Menschen in romantischen Beziehungen wiederfinden.

Asexualität – Asexuell zu sein bedeutet, kein Interesse an sexueller Interaktion zu haben. Dies ist keine bewusste Entscheidung (wie z.B. beim Zölibat), es fehlt vielmehr das Verlangen danach. Dies muss nicht bedeuten, dass asexuelle Menschen kein Verlangen nach Zärtlichkeit haben oder nie Sexualität mit anderen Menschen erleben.

Barrieren (●Safer Sex) – Utensilien, mit denen sich Sex „safer“ machen lässt, indem ein direkter Kontakt von Körperflüssigkeiten mit Schleimhäuten des_r Sexualpartners_in vermieden und somit das Risiko einer Ansteckung mit ●STIs verringert wird. Beispiele sind Lecktücher (dental dams), die bei vaginalem oder analem Oralverkehr gegen die Aufnahme von Krankheitserregern über den Mund schützen. Oder Kondome, die über einen Penis gezogen den Kontakt der Körperflüssigkeiten einer Person mit den Schleimhäuten einer anderen Person unterbinden.

Barrieren (Zugänglichkeit) – Nutzungshindernisse zu Objekten, Geräten, Informations- und Kommunikatoinsmöglichkeiten, (menschlich gestalteter) Umwelt für bestimmte Personen mit individuellen und_oder Beeinträchtigungen.

Barrierefreiheit – (Einfachere) Zugänglichkeit von Objekten, Geräten, Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten, (menschlich gestalteter) Umwelt unter Berücksichtigung möglichst aller Bedürfnisse („Design für alle“/“universelles Design“).

Bigender – Menschen, die bewusst und oft sichtbar zwischen Frauen- und Männerrollen wechseln.

Bisexualität/Bi
– Bisexualität heißt, dass eine Person sich romantisch und/oder sexuell zu Menschen mehr als einen Geschlechts und/oder Gender hingezogen fühlt. Jedoch nicht notwendigerweise zur gleichen Zeit, nicht unbedingt auf die gleiche Art und Weise und nicht zwangsläufig im gleichen Maße.

BDSM – steht für bondage & discipline, dominance & submission, sadism & masochism. Damit soll das Spektrum sexueller Spielarten zwischen Fesseln, Macht- und Rollenspielen und Sadomasochismus zusammengefasst werden.

Beziehungsanarchie – Jede Person und die Beziehung zu ihr ist individuell und nicht vergleich- oder labelbar, die Bedürfnisse in einer Beziehung werden individuell ausgehandelt. Normative Kategorien wie „Freundschaft“ oder „Liebesbeziehung“ werden daher unbrauchbar.
Herabwürdigen, Beschimpfen, Beleidigen von Menschen aufgrund ihrer Körper, vor allem wenn diese nicht den gängigen Schönheitsidealen entsprechen. Body-shaming kann sich auch als Belehrung äußern, z.B. über Bewegung oder Ernährung.

Bondage – Fesselungen oder Einschränkung der Bewegungsfreiheit mit unterschiedlichen Materialien (Seilen, Klebeband, Handschellen, u.a.) und Zielsetzungen. Zu diesen kann u.a. die Fixierung von Personen gehören, es gibt aber auch Varianten, bei denen meditative und ästhetische Aspekte im Vordergrund stehen (z.b. Shibari [japanisches Seil-Bondage]). Als Session wird eine klar abgegrenzte Zeitspanne bezeichnet, in der einvernehmlich die Fesselung praktiziert wird.

Boys‘ Love Manga/BL Manga – Manga, deren Augenmerk auf Begehren zwischen männlichen Charakteren liegt. Da ein Großteil der Autor_innen und Leser_innen ●frauisierte Personen sind, wird oft von einem Genre „von Frauen für Frauen“ gesprochen und die Identitätsvielfalt der Fans und Zeichner_innen ignoriert.

Casual Sex – bezieht sich auf ein ganzes Spektrum verschiedener sexueller Aktivitäten außerhalb von klassischen romantischen (Liebes-)Beziehungen. Das ist ein riesiges, grau-gebliebenes Feld unterschiedlicher möglicher (Nicht-)_Beziehungsformen von einmaligen Begegnungen bis hin zu langfristigen Vereinbarungen.

Christopher-Street-Day (CSD) – Deutsches Pendant zum „Gaypride“. Orientiert sich an den Stonewall-Riots (welche in der Christopher-Street in New York begannen). Diese fanden 1969 statt und richteten sich gegen die staatliche Repression der Polizei gegen ●Queers. In den Riots involviert waren vor allem ●People of Colour, ●Drag Queens, Transvesititen, ●Trans*gender, sowie ●Lesben und ●Schwule.

CIS*/cis* – Die Vorsilbe „cis“ verweist auf die Übereinstimmung der eigenen Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht. Cis wird häufig genutzt, damit nicht nur ●trans*, ●inter* und nicht-binäre Personen markiert werden. Durch eine Bezeichnungsmöglichkeit für cis Personen wird vermieden, dass cis Personen als „das Normale“ gelten und alle anderen als „die Abweichung“. Zudem wird die gesellschaftliche Konstruktion jedweder Geschlechtsidentität, bei der keine „natürlicher“ ist als die andere, unterstrichen.

Cissexismus – Die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer (angenommenen) Identität als ●Trans*-Person.

Coming-Out – Ein persönlicher, selbstbestimmter Prozess in dem Menschen für sich selbst ihr sexuelles Begehren und/oder geschlechtliche Identität wahrnehmen und annehmen (auch: inneres Coming-Out), sowie diese nach außen tragen. Meist handelt es sich hierbei um sexuelles Begehren und geschlechtliche Identitäten, die von der gesellschaftlichen Norm (siehe ·Heteronormativität) als abweichend angesehen werden. Der gesellschaftlichen Norm entsprechendes sexuelles Begehren und geschlechtliche Identitäten (wie ●Cis-Menschen und ●Heterosexualität) haben somit meist kein Coming-Out.

Critical Whiteness – bezeichnet die kritische Auseinandersetzung mit vorhandenen „weißen“ (= europäisch, us-amerikanisch, gesellschaftlich akzeptiert, gebildet, staatsbürgerlich) Privilegien.

Demisexualität – Demisexuelle Personen fühlen sich nicht zu anderen Menschen sexuell angezogen, bis sie mit ihnen eine tiefgehende emotionale und/oder romantische Beziehung eingegangen sind.

Die Krake – ist ein jährlich im Selbermach-Verfahren herausgegebenes feministisches Magazin, das Beiträge über „alternative“ Beziehungen versammelt und verbreitet. Alternative Beziehungen umfassen dabei alle Formen, die nicht dem Ideal der ●monogamen, romantischen Zweierbeziehung entsprechen, seien es nun glückliche Singles und sexy ●Queers, Polyamante oder Geniesser_innen von Gelegenheitssex, Kommunard_innen oder leidenschaftliche WGlinge, Kuschelfeund_innen oder Schmusekatzen. Die Krake als Wappentier symbolisiert dabei mit ihren vielen Armen die vielen Möglichkeiten gleichzeitig ganz unterschiedliche Beziehungen zu pflegen. www.diepolytanten.de.tc

Drag – übersteigerte äußerliche Darstellung (auch im Verhalten) klischeeisierter, genormter und symbolischer Merkmale. Der Begriff wird häufig verwendet, wenn eine Person andere Genderrolle(n) als die eigene verkörpert.

Drag Queen/Drag King – Die Darstellung einer alternativen/fiktiven/erweiterten (meist binären) Persönlichkeit mit überzogenen normativen/klischeeisierten Geschlechtermerkmalen mittels Äußerlichkeiten (auch Verhaltensweisen). Durch die übersteigerte Darstellung kann sichtbar werden, dass Genderrollen und -normen konstruiert sind.

Dyadisch – „Als dyadisch werden Menschen bezeichnet, die nicht ●intersexuell sind, also deren Körper in eine eindeutige medizinische Norm von männlichen bzw. weiblichen Körpern passen.“ (http://queer-lexikon.net/glossar) Siehe auch ●Endosexuelle.

Dysphorie – Leichtes bis sehr starkes Unwohlsein, wenn der eigene Körper zeitweise oder immer als nicht dem eigenen Geschlecht entsprechend wahrgenommen wird.

Eingetragene Partnerschaft – fälschlicherweise als „Homo-Ehe“ bezeichnet ist sie eine nicht mit der ●heterosexuellen Ehe gleichgestellte Errungenschaft der konservativen ●Schwulen- (und ●Lesben-)Bewegung. Die eingetragene Partnerschaft erkennt schwule und lesbische Partner*innenschaften teilweise staatlich an, verwehrt aber bewusst viele Privilegien von heterosexuellen Ehen.

Emanzipation – Allgemein bedeutend für Befreiung aus einem Zustand der Abhängigkeit. Emanzipation kann sich sowohl auf eine individuelle Ebene als auch auf einen sozialen Prozess bzw. eine soziale Gruppe beziehen.

Empowerment – Der Begriff „Empowerment“ zielt auf die (Wieder-)Herstellung von Selbstbestimmung über die Umstände des eigenen Alltags. Dabei greifen individuelle Kompetenzen der Selbstbefähigung und Selbstbemächtigung sowie politische Ressourcen der gemeinschaftlichen Durchsetzung von Interessen ineinander und bedingen sich. (Fachhochschule Düsseldorf: Master of ·Empowerment Studies)

Endosexuelle – meint alle Personen, die nicht ●inter* sind. Siehe auch ●Dyadisch.

Feminismus – Unter dem Begriff Feminismus sammeln sich verschiedenste Ansätze. Häufig geht es in feministischen Ansätzen um das Streben nach einer sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gleichberechtigung von Frauen* und Männern* und den damit zusammenhängenden Kampf gegen sexistische Strukturen.

Fetischist_innen – sind Menschen, auf die bestimmte Materialien, Objekte oder Körperteile aus unterschiedlichen Gründen einen starken sexuellen Reiz auslösen.

FLIT* – ist die Abkürzung für: Frauen, Lesben, ●Inter*, ●Trans*. Siehe ●FLT(I)*.

FLT(I)*/FrauenLesbenTrans*(Inter*) – Manche Organisationen oder Räume richten sich ausschließlich an FLT* bzw. FLTI*, also an Frauen, ●Lesben, ●Trans*-(und ggf. ●Inter*)personen. Die Ursache dessen ist die Forderung nach einem Schutzraum, welcher durch das Leben in einer patriarchalen, männerdominierten Gesellschaft erforderlich sein kann.

Frauisiert/e – Als frauisierte Personen werden Menschen bezeichnet, welche weiblich sozialisiert, gelesen und/oder positioniert sind. Die Formulierung ‚frauisiert‘ soll andeuten, dass es sich bei Geschlechtskategorien um gesellschaftlich bedingte Konstruktionen handelt.

Freiraum/Freiräume – siehe FLT(I)*/FrauenLesbenTrans*(Inter*).

FTM – Female To Male. Siehe Transmann.

FTN (female-to-neutrois), haben den Wunsch, ihre körperliche Erscheinung dahin gehend zu verändern, nicht mehr als Frauen gelesen zu werden, z.B. durch Abbinden oder operatives Entfernen [von Brustfettgewebe](…), Veränderung der Stimmhöhe (z.B. durch Einnahme von Testosteron), Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter.
(von http://asexyqueer.blogsport.de/neutrois/)

FzM: Frau zu Mann / Frau-zu-Mann-Transsexueller; deutschsprachiges Äquivalent zu ●FTM

Genderfluid – Geschlechtsidentität(en) können je nach Situation oder Zeit flexibel wechseln, es können mehrere oder gar keine fest zugeschriebenen Geschlechtsidentitäten zur gleichen Zeit bestehen.

Gender_Gap – Das Gender_Gap, also der Unterstrich, ist eine ●queere und geschlechtergerechte Schreibweise, um bei geschlechtsspezifischen Bezeichnungen nicht nur Männer und Frauen, sondern auch alle anderen Geschlechter, welche sich dazwischen oder darüber hinaus einordnen, zu benennen.

Gendern – Als Gendern wird die Kenntlichmachung von Geschlecht in der Sprache bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten in Texten zu gendern, wie z.B. das BinnenI (BesucherInnen), der Gender_Gap (Besucher_innen), das Sternchen (Besucher*innen) oder die ausgeschrieben Form (Besucher und Besucherinnen). Wird im Text ausschließlich die männliche Form verwendet (siehe Generisches Maskulinum), führt dies zur Unsichtbarmachung anderer mitgemeinter Geschlechter und verstärkt Stereotype.

Genderqueer – Personen, die sich mit (●cis)normativer Geschlechtbinarität nicht identifizieren können_wollen.

Generisches Maskulinum – Das generische Maskulinum (GM) ist eine verbreitete Form, um in der deutschen Sprache Personen, die nicht männlich sind, nicht mitzunennen. Das GM wird dabei so angewandt, dass auch Gruppen von Frauen, ●Inters* und Transgendern, in denen nur eine männliche Person ist, mit ausschließlich männlicher Form bezeichnet werden. Nach dem GM wäre es korrekt eine Gruppe aus 100 Arbeiterinnen und einem Arbeiter als „die Arbeiter“ zu bezeichnen.

GirlFag – GirlFags oder ●Schwule Frauen sind Personen verschiedener Identitäten, die oft weiblich gelesen werden/wurden, deren Begehren schwul ist und auf (ausschließlich oder unter anderem) schwule/●bisexuelle/… Personen gerichtet ist. Mehr dazu: girlfag-guydyke.forumieren.com

Gleichstellung – Gleichstellung bezeichnet einen Begriff bei dem zwei oder mehrere Gruppen oder Personen miteinander gleiche Rechte erhalten. Dies kann beispielsweise die Gleichstellung von Frauen* und Männern* (Frauenwahlrecht, gleiche Entlohnung) ebenso sein, wie die Gleichstellung von ●homosexuellen und ●heterosexuellen Lebenspartnerschaften.

Grausexuell – Oberbegriff für alle Verortungen zwischen ●Asexualität und als „normal häufig“ gewertetem sexuellem Begehren.

Grauromantisch – Oberbegriff für alle Verortungen zwischen ●aromantisch und dem, was normativ für romantisch gehalten wird

GuyDyke – GuyDykes oder ●Lesbische Männer sind Personen verschiedener Identitäten, die oft männlich gelesen werden/wurden, deren Begehren lesbisch ist und auf (ausschließlich oder unter anderem) lesbische/●bisexuelle/… Personen gerichtet ist. Mehr dazu: girlfag-guydyke.forumieren.com

Hedonist_innen – Alltagssprachlich werden Menschen als Hedonist_innen bezeichnet, die das kurzfristige Vergnügen auf egoistische Weise allem anderen überordnen. Oft wird hiermit ein Widerspruch zwischen dem eigenen Vergnügen im Allgemeinen bzw. der Betonung sexueller Bedürfnisse im Besonderen einerseits und der politischen Aktion andererseits behauptet, als schlössen Spaß/Sex und Politik einander automatisch aus.

Heteronormativität – Heteronormativität beschreibt den Zustand, in dem ●Heterosexualität und so z.B. auch die damit verbundene Vorstellung von einem binaren Geschlechtersystem als Norm begriffen wird.

Heterosexismus: Ausgehend von der Annahme, Heterosexualität sei normal, werden andere Begehrensformen abseits von ·Heterosexualität und Gender abseits normativer Männlichkeit und Weiblichkeit abgewertet, angegriffen, etc..

Heterosexualität – ist eine sexuelle Orientierung. Die Vorsilbe „Hetero“ bedeutet „anders“. Für eine Gesellschaft, in der nur Männer und Frauen denkbar sind, heißt Heterosexualität, ausschließlich das jeweils andere Geschlecht zu begehren. Wenn Heterosexualität die Norm ist, dann gibt diese Norm auch vor, wie etwa Sexualität und Beziehungen auszusehen haben. Es ist naheliegend, dass aufgrund dieser ●Heteronormativität wahrscheinlich mehr Menschen heterosexuell leben, als wenn jede sex. Orientierung gesellschaftlich anerkannt und gleichberechtigt wäre.

Homonationalismus – kann eine Folge homonormativer Politik/Denkweise sein, die nationalistische Ideen propagiert: Es wird kein Zusammenhalt mit lesbischwulen Szenen anderer Länder gesucht, sondern einerseits rassistische Gedanken gegen Muslima_s und Ausländer_innen unterstützt, die oftmals auch als per se homofeindlich gesehen werden. Auf der anderen Seite werden teilweise Kriege mit der Begründung unterstützt, die homosexuelle Bevölkerung müsse befreit werden. Somit können sich die ●homonormativen Schwulen und Lesben in den patriotischen, ●weißen Mainstream einklinken.

Homonormativität – beschreibt den Zustand, in dem ·Homosexualität als Teil des ●heteronormativen Systems existiert bzw. Homosexualität sich von ●Heterosexualität ableitet. Es wird sich an Idealen der bürgerlichen, ●weißen, heterosexuellen Mittelklasse orientiert, statt diese in Frage zu stellen, ●Monogamie, normativer Sex in den eigenen vier Wänden, zwei-Geschlechtersystem usw. werden unhinterfragt angestrebt und als normal angesehen, abweichendes Verhalten kritisiert.

Homosexualität – Homosexualität beschreibt (meist ausgehend von einer Zweigeschlechtlichkeit) den Zustand, dass sich Männer* von Männern* angezogen fühlen und Frauen* von Frauen*. Dies kann sich sowohl auf die Sexualität, als auch auf Liebe und Partnerschaft beziehen.

ICD10 – ICD 10 ist ein ●pathologisierender, internationaler Standard zur Einkategorisierung von „Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“. Kurz gesagt werden darin u.a. ●Trans*-Idetitäten, „●Transvestismus“ sowie auch Vorlieben für ●BDSM und andere Abweichungen von einer allgemeinen Geschlechts- und Begehrensnorm als Krankheiten dargestellt und eingeteilt.

Intersex*/“Intersexualität“/Inters*x – Als Inter* werden Menschen bezeichnet, deren Körper in irgendeiner Weise von der Zweigeschlechternorm abweicht oder die Anteile beider Normgeschlechter aufweisen. Das kann sich im Genitale zeigen, den inneren Geschlechtsorganen, den Keimdrüsen, den Hormonen oder dem Chromosomensatz und wird irgendwann im Lauf des Lebens „festgestellt“ (weitere Infos u.a.: www.vimoe.at).

Kinky – englisch: u.a. verdreht, pervers
Selbstbezeichnung von Menschen, die unterschiedliche Formen von unangepasster, unkonventioneller Sexualität bzw. sexuelle und/oder erotische Praktiken bevorzugen. Dazu können u.a. ●Bondage, ●Fetische für bestimmte Materialien (z.B. Lack, Latex, Leder) oder Spiele mit Macht, Unterwerfung oder Schmerz gehören, um nur ein paar zu nennen.

Konsens – aktives Einverständnis von Personen zu einer bestimmten Entscheidung

Konsensprinzip – Weg zur Entscheidungsfindung, wobei eine Entscheidung von allen in der Gruppe getragen wird (im Gegensatz zum Mehrheitsprinzip). Alle Personen in der Gruppe müssen einverstanden und bereit sein, ihre eventuell bestehenden und zuvor mitgeteilten abweichenden Meinungen und_oder Bedenken zurückzustellen. Unabdingbar ist, dass die Entscheidung freiwillig und so informiert und aufgeklärt wie möglich getroffen wurde.

Lady(*)fest – ist eine Kultur-, Kunst- und Vortragsveranstaltung mit (queer)feministischer Thematik, die aus der RIOT GRRRL-Bewegung Anfang der 90er Jahre entstand.

Lesbisch – Eine Begehrensform, bei der sich eine Frau* oder ein_e ●Guydyke zu einer anderen Frau*/●Lesbe/Guydyke hingezogen fühlt.

LGBT* (auch LGBT*IQ) – ist eine Abkürzung für LesbianGayBiTrans* (oder eben auch ergänzt um die Erweiterung „Inter*Queer“). Die Abkürzung ist für LGBT* am gebräuchlichsten, kann jedoch auch erweitert werden um eine Vielzahl weiterer Begriffe, wie A für ●Asexuell, Q für ●Queer oder Questioning usw.

Marginalisierung – Verdrängung von Menschengruppen an den ‚Rand‘ der Gesellschaft. Die Folge ist Ausschluss vom wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben.

Mastektomie – Eine Operation, bei der Brustdrüsen bzw. Brustfettgewebe entfernt werden.

Monogamie – Monogamie beschreibt eine Beziehungsform, in der zwei Menschen eine feste und (vermeintlich) exklusive Liebesbeziehung, ohne sexuellen Kontakt zu anderen, mit einander führen.

MSM – Männer, die Sex mit Männern haben, ist ein Begriff, der unabhängig von den Kategorien „●heterosexuell“, „●queer“, „●schwul“, „●bisexuell“, „●homosexuell“ läuft und somit ein größeres Spektrum an Zielpublikum einschließt.

MTF – Male To Female. Siehe Transfrau

MTNs (male-to-neutrois) – haben den Wunsch, ihre körperliche Erscheinung dahingehend zu verändern, nicht als Männer gelesen zu werden, z.B. durch Entfernung von Gesichts-, und Körperbehaarung, Anheben der Stimme (z.B. durch Kehlkopfoperation), Entfernung von Hoden und/oder Penis. (von http://asexyqueer.blogsport.de/neutrois/)

Misogynie – bezeichnet Abneigungen und Abwertungen gegenüber Frauen* und Weiblichkeiten. In Alltagssprache wird häufig von “Frauenhass” oder “Frauenfeindlichkeit” gesprochen. Misogynie drückt sich z.B. durch sexistische und diskriminierende Strukturen gegenüber Frauen* aus.

MzF: Mann zu Frau / Mann-zu-Frau-Transsexuelle; deutschsprachiges Äquivalent zu ●MTF.

N**** – Das N-Wort ist eine abwertende, koloniale und rassistische Bezeichnung für ●PoC (People of Color) und/oder Schwarze Menschen.

Nationalismus/Patriotismus – Als Nationalismus wird eine Lebensanschauung bezeichnet, welche sich um die Souveränität von einzelnen Nationalstaaten dreht. Hierbei ist die Bildung nationaler Identität wichtig. Patriotismus wiederum bezeichnet die emotionale Verwurzelung mit dem Staatsgebilde, in das ein Mensch geographisch hineingeboren wurde.

Outing – siehe Coming-Out

Pansexualität/Pan – Pan meint eine sexuelle Orientierung die davon ausgeht, dass es viele verschiedene Geschlechter und geschlechtliche Ausdrucksformen gibt. Für pansexuelle Menschen ist das Begehren in Liebes-, Beziehungs- und/oder sexuellen Bereichen unabhängig von der geschlechtlichen Verortung der begehrten Person(en).

Passing – Als Mitglied einer bestimmten Gruppe durchgehen/einsortiert werden ohne Aufmerksamkeit zu erwecken. Wird häufig für ●Trans*-Personen verwendet, bspw. wenn ein ●Transmann als (●cis-)Mann wahrgenommen wird. Auch im Bereich ●race kann von Passing gesprochen werden, z.B. wenn ●People of Colour als ●weiß gelesen werden. Grundsätzlich kann von Passing auch in anderen Bereichen gesprochen werden, bei (Nicht)Behinderung, Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen usw.. Fast immer geht Passing mit dem „Durchgehen“ als Angehörige_r einer sozial höher gestellten Gruppe einher.

Patriarchat – meint zusammenfassend die Vorherrschaft von männlich positionierten Menschen gegenüber weiblich positionierten Menschen. Der Begriff des Patriarchats wird häufig als Schlüsselbegriff (queer-)feministischer Theorien verstanden, da diesem eine Kritik an Diskriminierungen gegenüber weiblich positionierten Menschen inne wohnt.

People of Color/PoC – Diese politische Selbstbezeichnung verweist auf einen bestimmten gemeinsamen Erfahrungshorizont Schwarzer und anderer nicht-weißer Personen in einer dominant weißen Gesellschaft. Der Begriff geht auf Schwarze Aktivist*innen in den USA zurück.

Playparty – Eine Sexparty, die ●BDSM, Rollenspiele und ähnliche Abweichungen von normativem Sex ins Zentrum rückt.

Poly* – zu sein, bedeutet, sich in verschiedene Personen zur gleichen Zeit verlieben zu können. Polyamorie ist ein Beziehungskonzept, in dem Personen mehrere Liebesbeziehungen zur gleichen Zeit im Wissen und ●Konsens aller Involvierten führen können.

Queer – ist ein englischsprachiger Begriff, der ins deutsche übersetzt in etwa „seltsam“, „unkonventionell“, „komisch“, aber auch „leicht verrückt“ bedeutet. Queer wurde Ende des 19. Jahrhunderts in den USA hauptsächlich als negative Bezeichnung für nicht-●heterosexuelle und ●cis-Personen gebraucht. In den 1960er Jahren wurde sich der Begriff vor allem durch Schwarze ●Trans*-Personen und ●Drag Queens als positive ●empowernde Selbstbezeichnung angeeignet.

Queers – Sammelbegriff für unterschiedlichste Geschlechts- und Begehrensidentitäten, welche sich meist selbst als nicht-●heteronormativ bezeichnen.

Queer Theory – Die Queer-Theory ist eine Kulturtheorie, die die Zusammenhänge zwischen zugewiesenem Geschlecht (sex) und sozialem Geschlecht (gender), sowie Begehren (desire) untersucht. Die Queer-Theory entstand unter anderem aus einer kritischen Betrachtung rassistischer und ●heterosexistischer Annahmen in den zuvor gängigen ●Feminismen. Queer-Theory umfasst keine einheitliche Theorie, sondern wird eher als ein diverses, sowohl politisches als auch theoretisches, Konzept verstanden. Häufig ist ein Teil dessen die Reflexion eigener Positionen und die damit verbundenen Machtstrukturen, sowie eine Dekonstruktion dieser Machtstrukturen.

Pathologisierung – ist die Deutung und Bewertung von Verhaltensweisen, Körpern, Empfindungen und Gedanken, die nicht dem medizinisch definierten Normalzustand entsprechen, als krankhaft.

Race – Häufig wird der englischsprachige Begriff ‚Race‘, statt dem deutschsprachigen Begriff ‚Rasse‘ verwendet, da ‚Rasse‘ zu stark mit biologistischen und naturalistischen Vorstellungen verknüpft ist. Zudem wird ‚Race‘ als gesellschaftliche Konstruktion verstanden, welche Rassismus mit sich zieht.

Romantische Zweierbeziehung (RZB) – das Ideal einer festen Liebesbeziehung zwischen zwei Personen (meist sind damit eine ●Cisfrau und ein ●Cismann gemeint). Sie wird höher als andere Beziehungsformen gewertet, da sie die meisten möglichen zwischenmenschlichen Bedürfnisse (z.B. emotionale Nähe, Familienplanung, Sex, finanzielle Unterstützung, Kuscheligkeit) auf einmal erfüllen soll.

Rosa Liste – Rosa Listen bezeichnet Listen, welche von Polizei und anderen Strafverfolgungsbehörden geführt wurden/werden und der Sammlung von Auflistung von vermeintlichen ●Schwulen und ●Lesben dient. In München ist die Rosa Liste auch eine SchwuLesBische politische Partei, die sogar einen Sitz im Stadtrat hat.

Safer Sex – Als ‚Safer Sex‘ werden Praktiken, Verhaltensweisen, Maßnahmen bezeichnet, welche die Möglichkeit sich bei sexuellem Kontakt mit sexuell übertragbaren Infektionen (z.B. Hepatitis, Tripper, HIV) zu infizieren minimieren soll. Hierzu zählt unter anderem die Benutzung eines Kondoms bei Penetration.

Schlampenau – Glossarpunkt in Bearbeitung.

Schwul – Eine Begehrensform, bei der sich ein Mann* oder ein_e ●GirlFag zu einer_m anderen Mann* und/oder GirlFag, hingezogen fühlt.

Sexen – mit Personen im weitesten Sinne sexuell interagieren, wobei die Situation für mindestens eine der betoffenen Personen als sexuell verstanden wird.

Sex-positiv – Offenheit für Formen von Sexualitäten im weitesten Sinne und diese als positiv begreifen, sofern sie ·konsensuell, ●safer und aufgeklärt sind. Unter diesen Bedingungen wird Sexuelles als angenehm verstanden und ermöglicht Räume für freies, lustvolles, individuelles und gemeinsames Ausleben, Experimentieren und Entdecken.

Sexualisierte Gewalt – Gewalt und Machtausübungen finden auch über sexuelle Handlungen statt. Der Begriff sexualisierte Gewalt weist (im Gegensatz zum Begriff sexuelle Gewalt) daraufhin, dass es bei diesen nie um Sexualität sowie sexuelle Bedürfnisse und deren Befriedigung geht.

Slut-shaming – Umfasst _das_ Herabwürdigen, Beschimpfen und übergriffiges Verhalten gegenüber von außen zugeschriebene_n_ sexuelle_m_ Auftreten/Handlungen/Begehren von Frauen*. Slut-Shaming äußert sich _so_ bspw. in abwertenden und sexualisierten Kommentaren über Kleidung_ und deren behaupteter Implikationen_.

Slutwalk – Slutwalks bezeichnen seit 2011 eine Demonstrationskultur,welche sich gegen die Täter-Opfer-Umkehr bei Vergewaltigungen, Vergewaltigungsmythen generell und sexualisierter Gewalt richtet (VictimBlaming). Da der Name von vielen Betroffenen, insbes. Mehrfachdiskriminierten, abgelehnt wird, wurden die Namen der Demonstrationen in vielen Städten geändert.

Standards of Care (SoC) – Die Standards of Care sind für ●Trans* erarbeitete Behandlungsrichtlinien, die seit 1979 von der Harry Benjamin Gesellschaft (Harry Benjamin International Gender Dysphoria Association) erarbeitet werden. Die aktuelle Version 7 der SoC wurde im Juli 2012 veröffentlicht: http://www.wpath.org/documents/SOC%20V7%2003-17-12.pdf

STD – sexually transmitted diseases, im deutschen: sexuell übertragbare Erkrankungen.
Siehe dafür auch ●STI

STI – Abkürzung für „Sexually Transmitted Infections“ (deutsch sexuell übertragbare Infektionen): werden hauptsächlich durch Sex mit anderen Menschen übertragen. Beispiele sind HIV, Herpes, Syphilis, Gonorrhoe und Hepatitis. Viele Menschen sagen „STI“, weil der häufig verwendete Begriff „Geschlechtskrankheiten“ nicht abbildet, dass infizierte Personen auch dann Krankheitserreger übertragen können, wenn sie gar keine Krankheitssymptome bei sich selbst feststellen.

Top(pen) – Person, die die dominante Rolle bei sexuellen Interaktionen einnimmt oder eine andere Person(en) stimulierende Rolle einnimmt, unabhängig von _Dominanz. (Top und bottom sind nicht gleichzusetzen mit aktiv und passiv).

Trans* – „Die Vorsilbe Trans zeigt an, dass etwas „jenseits, über, darüber hinaus“ ist. Trans*, transgender, transidentisch oder transsexuell (s.u.) bezeichnet also eine (Geschlechts-)Identität, die sich definiert über Faktoren, die über die sexuell-biologischen hinausgehen, bzw. sich im Gegensatz zu diesen sieht. Ausschlaggebend für Selbst- und Fremdwahrnehmung ist nicht alleine der Körper oder gar die Geschlechtsorgane, sondern Identitäts(-gefühl, -bewusstsein), Empfinden und Erhalten. So kann sich ein Mensch, der eine vollständig als weiblich benannte Anatomie hat, dennoch nicht als Frau fühlen, sondern teilweise oder vollständig als Mann, und möchte dann auch so wahrgenommen werden. (oder natürlich umgekehrt)“ Transmann e.V. http://www.transmann.de/informationen/transfaq.shtml (09.02.2007)

Transfrau (TF) – Glossarpunkt in Bearbeitung.

Transgender – „Oberbegriff für alle Trans*menschen (so verwendet in „Transgender Network Switzerland“). Wird mitunter auch verwendet für: a) Menschen, für deren Geschlechtsidentität das Zweigeschlechtermodell nicht ausreicht; b) Trans*menschen, die keine oder nicht alle medizinischen Maßnahmen wünschen.“ (Transgender Network Switzerland)

Transgenderradio – Das Transgenderradio ist ein Online-Radio, welches einmal im Monat zu ausgewählten Neuigkeiten zu Trans* berichtet, also auch über aktuelle Veranstaltungen, Proteste, Interviews Gesetzesänderungen oder Publikationen. http://www.transgenderradio.info

Transidentität – Der Begriff Transidentität bezeichnet das Gleiche wie Transsexualität, wird von manchen Trans*-Personen jedoch bevorzugt, da es die Identität im Wort hervorhebt, im Gegensatz zum oft als ●pathologisch bezeichnete Begriff der Transsexualität.

Transition – Der Prozess zwischen dem Erkennnen des eigenen ●Trans*-Seins und dem Ende des „Ankommens“ in der passenden Geschlechtsidentität und Geschlechtsdarstellung. Früher wurde der Begriff vor allem für das „Absolvieren“ der (als notwendig/normal angesehenen) „Schritte“ genutzt: ●Outings, Hormone bekommen, geschlechtangleichende Operationen machen sowie Vornamens- und Personenstandsänderung. Heute muss Transition mit diesen Schritten nichts zu tun haben und muss auch nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen sein. Die eigene Geschlechtsidentität kann sich im ständigen Wandel befinden, die Transition ist also möglicherweise nie abgeschlossen oder eben zu jenem Zeitpunkt, wo eine Person sich „angekommen“ fühlt.

Transmann (TM) – Glossarpunkt in Bearbeitung.

Transsexualität – Glossarpunkt in Bearbeitung.

Transvestit_in – „Menschen die aus verschiedenen Beweggründen die Kleidung des anderen Geschlechts anziehen, jedoch nicht (unbedingt) an ein Leben im anderen Geschlecht denken. Kann in manchen Fällen Vorstufe der ●Transsexualität/ Transidentität sein, bzw. die Person erkennt erst später ob sie transsexuell ist. Der größte Anteil aller Transvestiten trauen sich nicht, ihre 4 Wände zu verlassen, und unterdrücken dabei einen wesentlichen Teil ihrer Persönlichkeit.“ www.transgender.at (10.02.2007)

Trans*-Tagung – Eine Selbstermächtigungsveranstaltung, bei der Trans*-Personen, Angehörige und Interessierte Workshops anbieten und Platz für Austausch geboten wird. Meist eine mehrtägige Veranstaltung.

Tomboy – Als „Tomboy“ werden meist Mädchen oder (junge) Frauen bezeichnet, die sich nicht „regelkonform“, also nicht den weiblichen Geschlechterklischees unserer Gesellschaft entsprechend verhalten, sondern besonders wild, aufgedreht oder auch sportlich aktiv sind.

Typisiert/e/r – Als typisierte Personen werden Menschen bezeichnet, welche männlich sozialisiert, gelesen und/oder positioniert sind. Die Formulierung ‚typisiert‘ soll andeuten, dass es sich bei Geschlechtskategorien um gesellschaftlich bedingte Konstruktionen handelt.

Veganismus – Veganismus ist eine Ernährungs- und Lebensweise, bei der keinerlei tierische Produkte Verwendung finden.

Weiß – Bei dieser Definition brauchen wir Unterstützung und freuen uns über Vorschläge! :]

Wendo – Wendo ist ein frauen*- und mädchen*parteilicher Ansatz zur Selbstverteidigung Selbstbehauptung, welcher aus feministischen Bewegungen entstand. Im Wendo werden neben Techniken zum Wehren gegen verbale oder körperliche Angriffe vor allem Übungen zur Selbstwahrnehmung und ·Empowerment trainiert.

Zis – siehe Cis*

Zustimmungskonzept – ist ein Konzept, welches auf das Einverständnis aller Beteiligten abzielt. Das Einverständnis wird dabei nicht vorausgesetzt, sondern es bedarf einer klaren verbalen oder nonverbalen Äußerung des Einverständnisses. Häufig bezieht sich das Zustimmungskonzept auf sexuelle oder mit körperlichen Kontakt verbundene Situationen. Es kann jedoch auch bei allen anderen zwischenmenschlichen Kontakte angewendet werden.